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Meine Brust OP


Nachdem meine OP wegen Krankheit meines operierenden Arztes um eine Woche verschoben wurde, bin ich erst am letzten Donnerstag operiert worden.

Morgens um sieben Uhr sollte ich da sein. Meine OP war für 9:30 Uhr angesetzt, ich sollte die Zweite sein. Also wartete ich in einem Extraraum auf meiner Station, da noch kein Zimmer frei war für mich. Ich hatte nicht lang Platz genommen, da kam die Schwester. Ich solle mich schnell umziehen im Doktorzimmer, der Arzt käme sofort mich anzeichnen, da die erste OP ausfallen würde. Da ich ja sowieso nicht besonders geduldig bin und warten hasse, passte das perfekt.
Also zack zack zum Anmalen. Am Ende sah ich aus wie ein Hundertwasser-Gemälde :-)
Mein Doktor sagte mir noch, dass er sich Gedanken um meine "Wunschbrustform", die ich bei unserem letzten Gespräch geäußert hatte, gemacht habe. Ich hatte mir eine relativ spitze bzw. tropfenförmige Brust, die einer mit Silikon gefüllten Brust gleicht, gewünscht. Um dieses Ergebnis erzielen zu können, würde er auf die Schnitte unter der Brust verzichten und nur die Brustwarze entfernen, höher setzen und längs einen Schnitt nach unten machen. Auch würde er nicht viel Gewebe entfernen, um so wenig wie möglich Volumen zu verlieren. Dies würde zwar die Entwicklung zum endgültigen Ergebnis verlängern, aber die Form und die Straffheit über viele Jahre gewährleisten. Durch diesen Schnitt setzt sich die Brust langsam und das endgültige Ergebnis ist in 6-12 Monaten erreicht.
Allein weil er sich auch noch im Nachhinein Gedanken um meine Wünsche macht, mir immer ausführlich alles erklärt und ich mich gut fühle mit ihm als meinem Arzt , ließ es mich keine Sekunde zweifeln, das so zu machen.

Also zack zack OP-Hemd an und los ging's. So ruck zuck war ich noch nie im OP!
Das Thema vor der OP war dieses Mal Musik. In meinem OP Saal stand eine Musikanlage.
Nachdem ich der Narkoseärztin sagte, das ich gerne laute Gitarren und Schlagzeug höre, versprach sie mir Radio Bob während der OP einzuschalten ;-)
Da ich leider immer sehr friere, hat es drei Versuche gebraucht mir die Infusionsnadel einzuführen, da sich die Venen zusammenziehen, wenn man friert .
Die OP dauerte 3,5 Stunden, zum Aufwachen brauchte ich ca. eine Stunde. Und ich war wie die letzten Male wieder topfit.
Ich hatte/habe beide Brüste verklebt und meinen selbst mitgebrachten Sport BH an . Aber selbst mit BH sah das alles schon recht gut aus.

Am Nachmittag kam mein Arzt nochmal vorbei. Er sagte, es wäre alles super gelaufen und ich solle mich beim ersten Anblick nicht erschrecken, da wie er vorher schon sagte, die jetzige Form nicht der endgültigen entspreche.
Alle 3 Stunden wurden meine Brustwarzen kontrolliert, da ja die Möglichkeit in den ersten Tagen besteht, dass diese nicht durchblutet werden und absterben.

Am nächsten Tag hatte ich dann Verbandswechsel. Und da waren sie bzw. standen sie vor meinem Auge:-)
Ich finde meine Brüste jetzt schon toll!
Klar sie sind unförmig, etwas blau, aber ich kann mich nicht erinnern jemals so eine straffe Brust gehabt zu haben.
Das wird sich noch etwas ändern. Mein Busen wird sich noch etwas senken und weicher werden, aber im Gegensatz zu vorher ist das kein Vergleich. Schmerzen habe ich nur wenig. Ein leichtes Brennen, manchmal sticht es in der Brust. Meine Arme kann ich auch bewegen. Ich darf nun halt nichts Schweres heben, nicht zu viel die Arme bewegen oder sie zu hoch nehmen die nächsten Wochen.
Den Sport BH trage ich jetzt noch sechs Wochen lang, aber der ist wirklich bequem.
Mein Arzt meinte ich sei ja jetzt " OP erfahren" und wüsste ja auf was ich achten solle.
Ich bin so froh, ich hatte wirklich Angst dieses mal. Ich hoffe jetzt nur noch das nicht wieder was "dazwischen" kommt.
Da alles so gut verlaufen ist, durfte ich dann auch am Samstag morgen wieder nach Hause.

Leider habe auch noch eine Erkältung bekommen. Und liege jetzt hier zusätzlich mit Kopfweh, Schnupfen etc.

In den nächsten Wochen muss ich noch öfters zur Kontrolle.

Ich muss/möchte wirklich hier erwähnen, wie gut ich wieder betreut wurde. Die Ärzte, die Schwestern sind ausnahmslos ganz toll! Ich fühle mich wirklich wohl dort. Mittlerweile habe ich auch Lieblingsschwestern, mit denen ich auch mal etwas mehr rede, die einfach nur mal für ein paar nette Worte in mein Zimmer kommen.
Auch wenn ich sehr viel Schmerzen hatte die letzten Monate, es nicht immer einfach war...ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich an diesen Ort und die Menschen dort denke. Irgendwie ist es ja fast wie mein "Wohnzimmer" geworden.
Jeder Einzelne dort hat dazu beigetragen, dass ich bald, wenn alles verheilt ist, ein besseres Leben führen kann. Jeder Einzelne dort hat meinen vollen Respekt für das, was er leistet, denn diese Arbeit ist keine einfache.
Man hat mich immer freundlich und kompetent behandelt. Man hat mir alles erklärt, ist auf meine Wünsche eingegangen. Hat mir geholfen, wenn es mir schlecht ging und hat mich getröstet, wenn ich geweint habe.
Ich werde diesen Ort und alle Menschen, die mir dort geholfen haben, in guter Erinnerung und im Herzen behalten.
Ja bald ist es geschafft, noch eine OP!
Diese hebe ich mir aber für den Spätsommer/Herbst auf, ich brauch mal ne Pause ...im Fussball gibt es ja schließlich auch Sommerpause:-)

31.3.14 20:01

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